Top in Form: Nagelplattenbinder

GIN-Mitgliedsunternehmen konstruieren Nagelplattenbinder in unterschiedlichsten Abmessungen und Formen. Als Elemente klassischer Tragwerke für Sattel-, Walm- oder Mansarddächer haben sie sich weltweit seit Jahrzehnten bewährt. Darüber hinaus erweisen sie sich als erste Wahl für komplexe und besonders schwierige Tragwerkskonstruktionen, die in einer anderen Bauweise kaum zu realisieren wären. Vor allem beim Wohnhausbau wie auch bei Gewerbebauten kommen Nagelplattenbinder sowohl für gängige als auch für spektakuläre Formgebungen wie etwa „Fischbauchbinder“ in Betracht.

Die folgenden Darstellungen zeigen Nagelplattenbinder in gängigen Grundformen mit ihren typischen Eigenschaften und charakteristischen Vorzügen:


Dreiecksbinder

Eine der häufigsten Bauformen ist der Dreiecksbinder. Vor allem bei Dachtragwerken im Wohn- und Gewerbebau kommt er zum Einsatz. Die Dachneigung kann extrem flach bis extrem steil sein. Die freitragende Spannweite beträgt bis zu 35 m. Vorteile des Dreiecksbinders liegen in seiner Eignung zur Bewältigung unterschiedlichster Anforderungen: Form und Funktion der Dachlandschaft können bei Verwendung von Dreiecksbindern erheblich variieren. Bemerkenswert: Je nach Planung kann der Untergurt des Binders zugleich die Funktion einer Geschossdecke übernehmen und somit die Baukosten deutlich senken. Besonders bei großen Spannweiten macht sich dieser willkommene Effekt bemerkbar.

Anwendung: Dächer im Wohnbau, Gewerbebau und landwirtschaftlichen Bau


Parallelbinder

Diese Bauform eignet sich vor allem für Flachdächer als auch für Geschossdecken. Der große Vorteil von Parallelbindern besteht darin, dass die Kabel, Leitungen und Rohre der TGA – z.B. für Klima & Lüftung, Wasser, Gas und Strom – zwischen den Füllstäben in der Decke sicher untergebracht werden können. Das spart im Vorfeld eine Menge Planungsaufwand, vereinfacht die Montage der Installation und beschleunigt den zeitlichen Ablauf auf der Baustelle erheblich. Bei Verwendung im flachen bzw. flachgeneigten Dach ersetzt der Parallelbinder große, massive Leimhölzer; das spart erhebliche Materialmengen und reduziert das Gewicht der Dachkonstruktion beträchtlich. Tragende Wände können dadurch leichter und kostengünstiger ausgelegt werden.

Anwendung: Dächer und Decken im Wohn- und Gewerbebau


Pultbinder

Pultbinder werden häufig bei Dachkonstruktionen eingesetzt, die große Spannweiten erfordern. Stellt man zwei Pultbinder einander gegenüber auf, kann man mit einem Auflager (Stützwand, Ständerreihe) in der Mitte zu jeder Seite bis zu 35 Meter freitragend überspannen. Auf diese Weise lassen sich auch sehr große Hallen (bis zu 70 Meter) einfach, effizient und kostensparend überdachen. Bei geringeren Spannweiten können Pultdachbinder auch sehr flach konstruiert werden; sie eignen sich dann z.B. für Flachdachsanierungen. Auch kann ein neues Tragwerk aus Pultbindern ein sanierungsbedürftiges Flachdach ersetzen, ohne die Gebäudehöhe und -form übermäßig zu verändern; ein funktional einwandfreier Wasserabfluss ist dann umso mehr gewährleistet.

Anwendung: Dächer im Gewerbebau, Wohnbau und bei der Sanierung


Schalungsbinder

Die Vorteile der Ausführung von Schalungen mit Nagelplattenbindern liegen in den nahezu grenzenlosen Möglichkeiten der Formgebung und Formanpassung. Im Schalungsbau lassen sich somit selbst komplexe Konturen der späteren Betonbauwerke nachbilden. Das ermöglicht es, die Schalungen sehr präzise auszuführen, so dass die engen Toleranzen von Beton sicher eingehalten werden. Da Schalungsbinder darüber hinaus deutlich weniger als Standardschalelemente wiegen, wird die gesamte Konstruktion leichter, kostengünstiger und erweist sich in der Praxis dennoch als extrem robust.

Anwendung: Brückenbau, Wasserstraßenbau, Kraftwerksbau, Tunnelbau, Sonderbauten in Spannbeton, Sportstadien, Konzerthallen etc.


Scherenbinder

Scherenbinder sind eine Sonderform des Dreieckbinders. In der Anwendung zeichnen sie sich dadurch aus, dass unter ihnen zusätzliche Raumhöhe entsteht, ohne dass das Gebäude dafür an Höhe zunehmen müsste. Bei entsprechend steiler Dachneigung kann diese Eigenschaft zur Gestaltung gewölbeähnlicher Geschossdecken genutzt werden. Scherenbinder können als zwei spiegelbildliche Teile hergestellt werden, die man erst auf der Baustelle zusammenfügt. Das vereinfacht den Transport erheblich. Seine vollständige Form und Funktionalität erhält der Binder somit erst durch die Montage.

Anwendung: Gewerbebau, Wohnbau, Sonderbauten wie z.B. Kirchen, Gewölbebau, Versammlungsräume


Studiobinder

Diese Bauform ist ideal, um ein bewohnbares ausgebautes Dachgeschoss zu schaffen. Tragwerke mit Studiobindern sind wirtschaftlich, leicht an Gewicht und werden von GIN-Mitgliedsfirmen in zahlreichen Formvarianten sowie unterschiedlichsten Formaten und Funktionen angeboten. Die multifunktionale Binder-Konstruktion eignet sich hervorragend für Aufstockungen und Sanierungen, kommt aber auch als kostengünstige Ausführung in Neubauten zum Einsatz. Der Untergurt des Studiobinders ersetzt dabei oftmals die Geschossdecke. Sofern als Parallelbinder angelegt, kann auch die Funktion der Installationsebene mit übernommen werden. Studiobinder sind zudem prädestiniert für die Aufnahme von Dachgauben, die direkt in das Bindertragwerk eingebunden werden. Somit lassen sich auch historische Dachformen und Mansarddächer einfach, preiswert und sicher realisieren.

Anwendung: Wohnbau, Hotelbau, Sanierung, Aufstockung


Weitere Binderformen und Anwendungsbeispiele entnehmen Sie bitte dem folgenden Dokument:

Download: Binderformen und Beispiele

(pdf / 5,51 MB)
In Nagelplattenbauweise errichtete Dachtragwerke sind die einzigen Konstruktionen, deren Robustheit rechnerisch nachgewiesen werden kann. Widerstandskraft, Standfestigkeit und statische Belastbarkeit des Dachstuhls lassen sich exakt belegen.

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T: 0711 239 96 -54
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