Das diesjährige Herbsttreffen des GIN führte die Teilnehmenden mitten hinein in die Wertschöpfungskette Holz – von der nachhaltigen Forstwirtschaft über modernste Verarbeitungstechnologien bis zur Verbandsarbeit. Zwei intensive Tage voller Wissen, Austausch und Eindrücke, die verbinden.
Tag 1: Strategie, Austausch und Wald hautnah
Der Donnerstagvormittag startet mit einer Vorstandssitzung, in der aktuelle Themen und Zukunftsfragen der Verbandsarbeit diskutiert wurden.
Am Nachmittag wechselte die Perspektive: Beim Besuch im Wald führten der Forstbetriebsleiter und ein Revierförster durch ihr Revier, berichteten zur aktuellen Lage des Waldes und zeigten, wie moderne, GPS-gestützte Methoden der Waldbewirtschaftung Pflege, Rodung und Wiederaufforstung präziser und nachhaltiger machen.
Ein Höhepunkt war die Live-Vorführung einer Harvester-Erntemaschine, die eindrucksvoll demonstrierte, wie effizient Hightech und Natur zusammenwirken können.
Der Abend bot beim gemeinsamen Essen und geselligen Beisammensein Gelegenheit, die Eindrücke zu vertiefen und sich kollegial auszutauschen – ein gelungener Ausklang eines informativen Tages.
Tag 2: Vom Wald zur Wertschöpfung
Die industrielle Verarbeitung des nachwachsenden Rohstoffs Holz stand am Freitag bei den Betriebsbesichtigungen in Rottleberode und Berga im Fokus. Es wurde deutlich, wie eng Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit miteinander verbunden sind.
Im Werk ante-holz Rottleberode beeindruckten Dimension und Technik gleichermaßen: Das Gelände umfasst rund 50 Hektar, auf denen jährlich etwa 1,2 Millionen Festmeter Rundholz verarbeitet werden können. Dabei setzt das Unternehmen konsequent auf 100 % Verwertung – von Schnittholz und Konstruktionsvollholz über die Produktion von Pellets aus Nebenprodukten bis hin zur Ökostromerzeugung im eigenen Biomasseheizkraftwerk.
Ein Paradebeispiel für moderne, nachhaltige Holzwirtschaft in Deutschland.
Anschließend führte der Weg zur HBS Berga GmbH & Co. KG, einem Tochterunternehmen der ante-Gruppe. In den hochmodernen Fertigungsanlagen in Berga konnten die Teilnehmenden die Herstellung von KVH und CLT/BSP-Elementen hautnah erleben – beeindruckend, wie hier Präzision, Technologie und Leidenschaft für Holz zusammenfinden.
Verband intern – aktuelle Themen und Projekte
In Berga hatte der GIN dann auch Zeit und Raum für eine kurze Mitgliederversammlung. Vertreter des Vorstands, des Güteausschusses, des Technischen Ausschusses sowie des Bereichs Dialog & Kommunikation berichteten über aktuelle Aktivitäten und Schwerpunkte. Dabei standen die neuen Termine für die Montageschulung, die Informationen zur Normungsarbeit und der Austausch mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft im Mittelpunkt.
Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Gastgeber Thomas Schauert und Mathias Ehlers sowie Richard Steindl für die offenen Einblicke in ihre Betriebe, die inspirierenden Gespräche und die herzliche Gastfreundschaft!
Fazit
Das Herbsttreffen 2025 zeigte einmal mehr, wie eng Wald, Technik und Holzbau miteinander verbunden sind – und wie wichtig der Blick über den Tellerrand ist. Vom Forst bis zur Fertigung, vom Gespräch bis zur Strategie: Der GIN lebt vom Miteinander, vom Wissenstransfer und von der Begeisterung für nachhaltiges Bauen.
Holz verbindet – Menschen, Wissen und Verantwortung.
Gemeinsam gestalten wir die Zukunft des Ingenieurholzbaus.

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